Berndt W. Wessling

( * 25.7.1935 – + 13.1.2000)

 

 

Berndt W. Wessling wurde am 25. Juli 1935 als Sohn des Gastronomen Carl Wessling in Bremen geboren. Nach der frühen Scheidung seiner Eltern wuchs W. im Hause seiner Großeltern in der Lüneburger Heide auf. Nach Schulbesuch in Uelzen, Celle und Lüneburg studierte er zwischen 1959 und 1961 Geschichte und Musikwissenschaften in Hamburg, sowie Klavier und Gesang. Seit 1961 war Wessling journalistisch tätig, u.a. seit 1962 als ständiger Mitarbeiter von Radio Bremen und dem „Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt“, für das er Hunderte von Essays und Glossen verfasste. Im Rahmen seiner Arbeit für NDR, Deutsche Welle, dpa, SFB. SWF, ORF, BR und weitere Hörfunk- und Fernsehsender schrieb er über unterschiedlichste kulturhistorische und musikgeschichtliche Themen.  Seit 1965 bis zu seinem Tod, am 13.1.2000, im Alter von 64 Jahren, lebte Wessling als freier Publizist und Schriftsteller in Hamburg.

Besonder bekannt wurde Wessling als Verfasser von Biographien, u. a. schrieb er über Astrid Varnay, Wolfgang Windgassen und Hans Hotter, über den Dirigenten Leopold Ludwig und über Lotte Lehmann, über Max Brod, den Wessling als seinen Mentor bezeichnete, über Franz Liszt, Gustav Mahler, Beethoven, Alma Mahler-Werfel, Meyerbeer, Furtwängler und Wieland Wagner.

Daneben erschinenen von Wessling etliche Bühnenwerke u. a. “Wo du hingehst, da will ich auch ...“ (72), „Sophie oder Die weibliche Strategie“, “Mathilde - ein deutsches Panoptikum“ (81), „Luthers Hochzeit“ (91; Schauspiel), „Die Gattin des Senators“(88; alles Komödien), die Einakter “Almschi Mahler liegt Modell - oder Die Windsbraut“ und “Fräulein Adele Sandrock lässt bitten“ (beide 88).

 

Breite Aufmerksamkeit erregte Wessling als Herausgeber und Bearbeiter der Werke des “Welfischen Schwans“, Julie Schrader (1881-1939), seiner Großtante, darunter das von Friedrich Luft als “wilhelminisches Rührstück“ apostrophierte Schauspiel “Genoveva oder Die weiße Hirschkuh“, als Bühnenerfolg bisher in fast 200 Inszenierungen umjubelt.

 

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